Der Vorgang
Zum 270. Geburtstag Wolfgang Amadeus Mozarts stellte die Stiftung Mozarteum in Salzburg 320 goldfarbene Figuren des Komponisten auf. Jede war knapp 50 Zentimeter hoch, aus Kunststoff gefertigt und zeigte Mozart mit seinem Hund Pimperl.
Die Installation des deutschen Konzeptkünstlers Ottmar Hörl eröffnete am 15. Juli. Innerhalb von zwei Wochen waren zunächst mehr als 80 Figuren verschwunden. Bis zum 12. August stieg die Zahl der vermissten Mini-Mozarts auf 210.
Das eigentliche BÄM
Hörl vermutet organisierten Diebstahl statt einer spontanen Serie musikbegeisterter Souvenirkäufe. Reich wird davon trotzdem niemand: Die Figuren sollten nach Ausstellungsende für ungefähr 100 Euro pro Stück verkauft werden. Selbst 210 entführte Genies ergeben so noch keinen großen Kunstraub.
Die Organisatoren hatten Ersatzfiguren eingeplant, aber nicht für zwei Drittel der gesamten Besetzung. Zusätzliche Exemplare ließen sich kurzfristig ebenfalls nicht produzieren, weil der Hersteller im Urlaub war. Die Ausstellung läuft deshalb bis Ende August mit deutlich großzügigerem Abstand weiter.
Akte geschlossen
Mozart wollte Hörl als normalen Menschen zeigen. Salzburg ergänzte die menschlichste Eigenschaft gleich selbst: Alles, was nicht festgeschraubt ist, entwickelt Reisepläne.
DAS URTEIL DER BÄMMIS
Internet hatte seine Chance.
Jetzt seid ihr dran.
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